Coaching • Betreutes Einzelwohnen • Mediation

Über mich

Meine Lebenszeit nähert sich dem Ende der fünften Dekade.

Es begann in München, in einem liebevollen Elternhaus mit einer jüngeren Schwester.

Bereits als Kind hatte ich den Eindruck, dass Erwachsene im Allgemeinen sehr herablassend und übergriffig mit Kindern umgingen. Natürlich hatte ich damals keine Worte dafür, nur einen starken inneren Widerstand, das Gefühl, dass es so nicht gut ist.

Die Ausbildung zur Erzieherin vermittelte nicht die erhofften Alternativen. Meine Suche nach einem gleichwertigen Umgang mit Kindern (ein Begriff des dänischen Familientherapeuten Jesper Juul), nach freier Entfaltung und einem freundlichen Umgang, der nicht auf dem Prinzip von Belohnung und Strafe beruhte, war hier in der konservativen Ausbildungsstelle und den Praktika in städtischen Kindergärten nicht erfolgreich.

Daher verfolgte ich dieses wichtige Thema des menschlichen Miteinanders und der Begleitung junger Menschen ins Leben zunächst nicht weiter. Ich widmete mich der anderen zentralen Leidenschaft in meinem Leben, dem kreativen Schaffen.

Die Ausbildung an der Keramikschule in Landshut verfeinerte alle meine bereits autodidaktisch erlernten Keramiktechniken und seitdem lebe ich diesen Teil meines kreativen Seins in meiner eigenen Keramikwerkstatt. (www.franziska-stefani.de)

Über viele Jahre lebte ich als freischaffende Künstlerin während meine zwei Söhne heranwuchsen. Durch sie war ich wieder und diesmal noch tiefer mit allen Aspekten menschlicher Beziehungen in notwendiger Auseinandersetzung.

Ich scheiterte als Mutter immer wieder an meinen eigenen großen Erwartungen und bescherte den Kindern und mir neben den schönen auch viele schmerzhafte Erfahrungen.

Es wurde schnell deutlich, dass meine innere Unaufgeräumtheit sich auf die Kinder überträgt und ich beschäftigte mich fortan intensiv in vielen Seminaren und Fortbildungen mit meinen eigenen Prozessen und mit vielen Konzepten menschlichen Miteinanders. Neben einer intensiven Auseinandersetzung mit „gewaltfreier Kommunikation“, dem Konzept von Eigenverantwortlichkeit und Empathie von Marshall Rosenberg, machte ich eine dreijährige Ausbildung in Körper-und Psychotherapie, Coaching und Teamentwicklung am Institut „Roots and Wings“ von Bela Roth (2001 - 2004).

Während es auf dem Kunstmarkt immer schwieriger wurde, davon unser Leben zu finanzieren, wuchs die innere und äußere Notwendigkeit erneuter Veränderung.

Mit 50 studierte ich Soziale Arbeit (BA Pädagogik) und machte eine Ausbildung zur zertifizierten Mediatorin.

Meine jetzige Arbeit ist stark beeinflusst von M. Rosenberg (Gewaltfreie Kommunikation), David Bohm (der Dialog) und Michael L. Möller (das Zwiegespräch), von den aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaften und einer täglichen spirituellen Praxis. Alle meine Interessen und Ausbildungen sind in den beschriebenen Angeboten zusammengeflossen. Ich habe es gemacht wie Bruce Lee: Alles mitgenommen was mir nützlich war, alles aussortiert was ich nicht hilfreich fand und dann etwas Eigenes daraus gemacht.

Mein Leben ist kein gerader Pfad. Ich habe viel ausprobiert, bin gescheitert und habe neue Wege eingeschlagen. Die beiden Ehen sind gescheitert und ich durfte meine wunderbaren Söhne ins Leben begleiten. Während ich früher mit vielem gehadert habe, ist mein heute vorherrschendes Lebensgefühl Dankbarkeit.

Ich bin dankbar für die Menschen, die mir begegnet sind und mir ermöglicht haben tiefer zu sehen und zu erleben. Dankbar, dass in entscheidenden Momenten immer Hilfe zur Stelle war.

Die Arbeit mit Menschen macht mich glücklich und ich erlebe die Möglichkeit, sie auf ihrem Weg begleiten zu dürfen als Geschenk und Bereicherung. Jeder Mensch ist einzigartig, jeder „Fall“ ist anders und immer berührt mich der Mut meiner Klienten, sich den eigenen Schatten zu stellen.