Ja, manchmal kann man es nicht richtig machen.
Ich kann entweder für mich sorgen oder für andere.
Seit meiner Kindheit beschäftigt es mich, wie wir miteinander umgehen.
Wie man Konflikte lösen kann, wie man miteinander spricht.
Die längste Zeit meines Lebens war ich verstrickt in meine Muster und Vorstellungen, habe geglaubt, meine Befindlichkeiten würden etwas über die Realität aussagen.
Und eigentlich habe ich erst in den letzten 15 Jahren zu der Haltung gefunden, in der ich jetzt lebe. Also, der aktuelle Stand meiner Weisheit, dass wir uns zwischen den Polen Angst und Liebe bewegen und es bei allem darum geht, was auch immer es ist, das in Liebe zu transformieren.
Ich möchte gern von mir glauben, dass ich gut bin im Kommunizieren – bin ich doch Coach für dieses Thema - und dennoch entstehen immer wieder Missverständnisse, deren Ursprung ich mir nicht erklären kann.
Und ich kann einfach nicht ausschließen, dass meine Darstellung einer Situation so wie ich sie erlebt und empfunden habe, nicht als Vorwurf wahrgenommen wird.
Hier ist das Theorie-Praxis-Problem.
Meine Abgrenzung, die mit mir zu tun hat und meinem Schutz dient, wird als persönliche Zurückweisung erlebt.
Und vielleicht ist es das ja auch.
Egel, wie gut ich in dem gewaltfreien Schema von
Erleben – Empfinden – Bedürfnis – Bitte unterwegs bin,
ich kann nicht wissen, wie mein Gegenüber das erlebt und für sich übersetzt.
Gerade wird mir wieder einmal deutlich, dass auch eine, sagen wir mal „geeignete“ Kommunikationsweise, nicht davor schützt, Schmerzen auszulösen.
Das Einzige, was ich erreichen kann, ist Klarheit zu schaffen und mich selbst zu sortieren,
zu erkennen was zu mir gehört und dafür zuständig zu sein.
Der Schmerz, den ich ausgelöst habe,
den kann ich bedauern und dennoch nichts daran ändern.
Ich kann mir nur wünschen, dass auch diejenige, die es betrifft, die Zuständigkeit für ihre Befindlichkeiten übernimmt und in der Liebe bleibt.
Also den Bodensatz der Schmerzen betrachtet und auflöst und sich dafür entscheidet die Beziehung mit all den auftauchenden Konflikten weiterzuführen, die Chance darin zu erkennen, altes aufzulösen und nur noch als Erinnerung ohne Trigger zu behalten.
Ich habe für mich gesorgt, mich mitgeteilt, keine Vorwürfe ausgesprochen, (zumindest glaube ich das!) klar kommuniziert,
und jetzt ist es einfach bedauerlich und schmerzhaft.
Und so ist es.
Life is a bitch sometimes.